Passende Produkte und Dienstleistungen zu Handmassagegerät
Eine Handmassage folgt keiner Geheimlehre, sondern der Anatomie. Vier Zonen tragen die Arbeit: der Handballen unter dem Daumen, die Fläche zwischen den Mittelhandknochen, die Fingergelenke und das Handgelenk. Wer diese vier kennt, braucht keine Punktekarte.
Der Daumenballen
Der fleischige Wulst unterhalb des Daumens ist der grösste Muskel der Hand. Er arbeitet bei jedem Greifen mit und ist bei Menschen, die viel mit der Maus arbeiten oder ein Werkzeug führen, fast immer fest.
Massiert wird er mit kreisenden Bewegungen des gegenüberliegenden Daumens, von der Handgelenkskante zur Daumenwurzel hin. Etwa eine Minute je Hand reicht. Wird es dabei stechend statt dumpf, ist der Druck zu hoch.
Die Zwischenräume der Mittelhandknochen
Zwischen den langen Knochen der Handfläche liegen kleine Muskeln, die die Finger spreizen und zusammenführen. Sie sind auf dem Handrücken tastbar, wenn man die Finger spreizt.
Hier arbeitet man mit dem Daumen in den Rinnen zwischen den Knochen, vom Handgelenk in Richtung Fingerknöchel. Diese Zone wird bei den meisten Selbstmassagen vergessen und ist gleichzeitig die, in der sich stundenlanges Tippen am deutlichsten festsetzt.
Die Fingergelenke
Jeder Finger wird einzeln durchgearbeitet: von der Wurzel zur Spitze streichen, dann jedes Gelenk zwischen zwei Fingern der anderen Hand sanft rollen. Kein Ziehen, kein Knacken erzwingen.
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Bei knotigen Verdickungen an den Gelenken wird nicht gezielt darauf gedrückt. Das sind knöcherne Anbauten und kein verhärteter Muskel. Warum das bei Arthrose besonders gilt, steht im Beitrag Handmassagegerät bei Arthrose.
Das Handgelenk und der Übergang zum Unterarm
Die Sehnen, die die Finger bewegen, laufen durch das Handgelenk und haben ihre Muskeln im Unterarm. Wer nur die Hand massiert, lässt die eigentliche Ursache aus.
Deshalb gehört der Unterarm dazu: die Beugeseite innen und die Streckseite aussen, jeweils vom Ellenbogen zum Handgelenk ausgestrichen. Das ist der Handgriff, der bei Beschwerden vom Tippen den grössten Unterschied macht.
Die Zone, die ausgelassen wird
Auf der Innenseite des Handgelenks, in Verlängerung des Zeigefingers, verläuft der Mittelarmnerv durch einen engen Kanal. Starker Druck genau dort erzeugt Kribbeln bis in die Finger. Das ist kein Zeichen von Wirkung, sondern eine Nervenreizung, und sie gehört vermieden.
Wer dort ohnehin Taubheit oder nächtliches Einschlafen der Finger kennt, lässt die Stelle ganz aus und klärt die Ursache ärztlich. Ein Gerät ist dann kein Mittel zur Selbstbehandlung.
Reihenfolge und Dauer
Sinnvoll ist von gross nach klein: erst Unterarm, dann Handballen, dann Zwischenräume, zuletzt die Finger. Fünf bis acht Minuten je Hand sind genug, danach reagiert das Gewebe kaum noch auf den Reiz.
Wer dieselbe Reihenfolge mit einem Gerät abbilden will, findet die Bauarten unter Massagegeräte; welche zu welcher Beschwerde passt, grenzt der Gerätefinder ein.
Der Punkt zwischen Daumen und Zeigefinger
Die Hautfalte zwischen Daumen und Zeigefinger ist der bekannteste Punkt an der ganzen Hand, und in der traditionellen chinesischen Lehre trägt er einen eigenen Namen. Anatomisch liegt dort ein kleiner Muskel, der den Daumen an den Zeigefinger heranzieht und bei jedem Greifen mitarbeitet.
Er ist bei den meisten Menschen deutlich druckempfindlich, und das hat einen schlichten Grund: Er wird ständig benutzt und nie gedehnt. Massiert wird er, indem man die Falte zwischen Daumen und Zeigefinger der anderen Hand nimmt und sanft knetet.
Ein Hinweis dazu, der oft fehlt: In der Schwangerschaft wird dieser Punkt in vielen Anleitungen ausgespart. Belastbare Belege für eine Gefahr gibt es nicht, aber solange die Frage nicht geklärt ist, gilt Zurückhaltung, und im Zweifel wird ärztlich gefragt.
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