Passende Produkte und Dienstleistungen zu Handmassagegerät
In der Ergotherapie ist Handmassage selten das Ziel und fast immer die Vorbereitung. Sie macht Gewebe geschmeidiger, bevor geübt wird, denn geübt wird immer. Wer diesen Zusammenhang kennt, benutzt ein Gerät zu Hause anders und mit mehr Wirkung.
Was Ergotherapie an der Hand tut
Ergotherapie an der Hand zielt auf Funktion: greifen, halten, loslassen, Kraft dosieren. Behandelt wird nach Verletzungen, Operationen, bei Gelenkerkrankungen, nach einem Schlaganfall und bei Nervenschädigungen.
Das Kernstück sind Übungen und der Aufbau alltagsnaher Bewegungen. Dazu kommen Schienen, Beratung zum Gelenkschutz und passive Massnahmen wie Wärme, Bewegung durch die Therapeutin und eben Massage.
Warum Massage dort vorne steht und nicht hinten
Warmes, gelockertes Gewebe lässt sich weiter bewegen als kaltes und festes. Deshalb steht die Massage am Anfang einer Einheit: Sie schafft die Beweglichkeit, in der danach geübt wird.
Der Übertrag nach Hause ist genau dieser: Ein Massagegerät wirkt am meisten, wenn danach die Hand bewegt wird. Fünf Minuten Gerät, dann fünf Minuten öffnen, schliessen, Finger spreizen, Daumen zu jeder Fingerkuppe. Umgekehrt ist die Massage allein eine angenehme Sache, die morgen nichts verändert hat.
Was sich zu Hause übernehmen lässt
- Die Reihenfolge. Erst Wärme, dann Massage, dann Bewegung. Nicht umgekehrt.
- Kurze Einheiten, oft. Zweimal täglich zehn Minuten wirken deutlicher als einmal wöchentlich eine halbe Stunde.
- Der Unterarm gehört dazu. Die Fingermuskeln liegen dort, nicht in der Hand.
Die Handgriffe dafür stehen im Beitrag Handmassage selbst durchführen.
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Was sich nicht übernehmen lässt
Alles, was eine Diagnose voraussetzt. Nach einer Operation, nach einer Sehnennaht, bei einer Nervenschädigung oder nach einem Schlaganfall entscheidet die behandelnde Praxis, was und ab wann massiert werden darf. Dort gibt es Zeitfenster, in denen falsche Belastung echten Schaden anrichtet.
Ein Gerät ersetzt auch keine Schiene und keine Übungsanleitung. Es ist ein Vorbereiter, kein Behandler. Diese Einordnung gilt für Massagegeräte generell und steht im Beitrag Sind Massagegeräte gefährlich.
Wann sich ein Gerät besonders lohnt
Genau dann, wenn die Hand, die massieren müsste, selbst betroffen ist. Bei beidseitigen Beschwerden oder bei fehlender Griffkraft ist Selbstmassage von Hand kaum möglich, und ein Gerät übernimmt den Teil, den sonst niemand übernimmt.
Ebenso in der Pflege und bei Angehörigen, die täglich zuwenden wollen, aber selbst nicht die Kraft für eine gründliche Handmassage haben. Welche Bauart dafür passt, grenzt der Gerätefinder ein; die Auswahl steht unter Massagegeräte.
Die drei Übungen, die fast immer dabei sind
- Faust und Fächer. Hand langsam zur Faust schliessen, dann die Finger so weit spreizen wie es geht. Zehnmal. Bringt die volle Bewegungsbahn der Fingergelenke einmal durch.
- Daumenopposition. Die Daumenspitze nacheinander zu jeder Fingerkuppe führen. Das ist die Bewegung, ohne die kein Griff funktioniert, und die erste, die bei Daumensattelgelenksarthrose verlorengeht.
- Handgelenk beugen und strecken. Unterarm aufgelegt, Hand über die Tischkante, langsam auf und ab. Löst die Spannung, die vom Tippen kommt.
Diese drei kosten zusammen zwei Minuten und sind der Teil, der nach der Massage kommt. Wer nur massiert und nicht bewegt, hat die Hälfte gemacht.
Wer die Kosten trägt
Ergotherapie ist bei entsprechender Diagnose verordnungsfähig und wird dann von der Krankenkasse getragen. Massagegeräte für zu Hause sind dagegen Eigenkauf und werden in der Regel nicht erstattet. Das ist kein Argument gegen ein Gerät, aber ein Grund, zuerst die verordnete Behandlung auszuschöpfen.
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