Passende Produkte und Dienstleistungen zu Hamburg
Die bekannten Sehenswürdigkeiten Hamburgs stehen in jeder Liste. Diese hier sammelt die Orte, die man erst beim zweiten Besuch findet, und nennt jeweils den Grund, warum sie es wert sind. Alle acht sind kostenfrei oder kosten den Preis einer Nahverkehrsfahrt.
Im Hafen
- Fähre 62 statt Hafenrundfahrt. Gehört zum Nahverkehr, fährt an denselben Kaikanten vorbei und kostet den normalen Fahrpreis. Am frühen Vormittag fast leer.
- Der Blick von Steinwerder. Durch den Alten Elbtunnel auf die Südseite gehen und zurückschauen. Die beste Skyline-Ansicht der Stadt, und praktisch niemand steht dort.
- Das Kontorhausviertel. Gehört seit 2015 zusammen mit der Speicherstadt zum Welterbe, wird aber kaum besucht. Das Chilehaus mit seinem Schiffsbug aus Backstein ist von aussen sehenswerter als von innen.
Im Grünen
Der Jenischpark in Othmarschen ist ein englischer Landschaftspark mit altem Baumbestand und Elbblick, und selbst an vollen Sonntagen findet sich dort eine leere Wiese. Nebenan liegt der Botanische Garten in Klein Flottbek, kostenfrei und noch ruhiger.
Der Öjendorfer Park im Osten ist grösser als der Stadtpark und wird von Besuchern praktisch nie angesteuert. Wer Ruhe als Ziel hat statt Sehenswürdigkeiten, fährt dorthin.
Am Wasser, abseits der Menge
Der Alsterwanderweg führt ab Winterhude nach Norden aus der Stadt heraus, durch Grün, mit Ausstiegen an fast jeder Brücke. Er ist die ruhige Alternative zur Aussenalsterrunde, die am Wochenende voll ist.
Westlich von Teufelsbrück wird der Elbstrand schmal und leer. Der Abschnitt bis Blankenese ist der schönste des ganzen Weges und der am wenigsten besuchte, beschrieben im Beitrag Elbstrand in Hamburg.
Bei Regen
Die Tropengewächshäuser in Planten un Blomen sind ganzjährig geöffnet und kostenfrei. Sie sind der einzige warme, grüne Innenraum im Zentrum, den man ohne Ticket betreten kann, und die wenigsten wissen davon.
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Weitere Innenräume und wie man sie kombiniert, stehen im Beitrag Indoor-Aktivitäten in Hamburg.
Was die Uhrzeit ausmacht
Die meisten Geheimtipps in Hamburg sind keine unbekannten Orte, sondern bekannte Orte zur richtigen Zeit. Die Speicherstadt am Morgen, die Plaza am Abend, der Elbstrand unter der Woche.
Samstag zwischen elf und sechzehn Uhr ist überall die schlechteste Zeit. Sonntagvormittag vor zehn ist die beste, und dieser Unterschied wirkt stärker als jede Ortswahl.
Der Tipp für zwischendurch
Ein Sightseeing-Tag scheitert selten am Programm und meistens an den Füssen. Wer nachmittags eine echte Pause einbaut statt weiterzulaufen, sieht abends mehr.
In der HafenCity gibt es dafür die NAIPO Relax Lounge: zwanzig Minuten im Massagesessel, ohne Termin und ohne Umziehen. Kein Ausflugsziel, sondern ein Zwischenschritt, und als solcher der unterschätzteste Punkt in jedem Tagesplan. Adresse unter Standorte.
Was man sich sparen kann
Der Fischmarkt am Sonntagmorgen gilt als Pflichtprogramm und wird von vielen als enttäuschend beschrieben: voll, laut und kommerzieller als erwartet. Wer ihn sehen will, kommt vor sieben, sonst lohnt er nicht.
Und die Reeperbahn ist tagsüber eine unspektakuläre Strasse. Sie funktioniert abends oder gar nicht, und als Sehenswürdigkeit im Tagesprogramm ist sie eine verschenkte Stunde.
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