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HafenCity Hamburg: was sich lohnt

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Die HafenCity ist Europas grösstes innerstädtisches Stadtentwicklungsprojekt und wächst seit den 2000er Jahren auf ehemaligem Hafengelände östlich der Speicherstadt. Für Besucher heisst das: moderne Architektur direkt am Wasser, kurze Wege und ein Viertel, das sich in zwei bis drei Stunden zu Fuss erschliessen lässt.

Was das Viertel besonders macht

Die HafenCity ist auf Warften gebaut, also auf künstlich erhöhten Sockeln, weil das Gelände nicht durch Deiche geschützt ist. Deshalb liegen die Strassen mehrere Meter über den Promenaden am Wasser, und deshalb führen überall Treppen nach unten.

Das ist der praktische Unterschied zu jedem anderen Viertel: Es gibt zwei Ebenen. Oben fährt der Verkehr, unten läuft man am Wasser. Wer nur oben bleibt, sieht die Hälfte.

Die Ziele

  • Elbphilharmonie. Die Plaza auf 37 Metern ist frei zugänglich, Zeitfenster-Ticket empfohlen. Von dort sieht man das ganze Viertel von oben.
  • Internationales Maritimes Museum im Kaispeicher B, dem ältesten erhaltenen Speicher der Stadt. Neun Etagen.
  • Prototyp Museum, Automobilgeschichte in einem alten Speichergebäude.
  • Marco-Polo-Terrassen und Magellan-Terrassen. Treppenanlagen zum Wasser, im Sommer die Wohnzimmer des Viertels.
  • Lohsepark. Der grosse Park der HafenCity, mit dem Gedenkort Hannoverscher Bahnhof am Rand.

Ein Rundgang zu Fuss

Von der U-Bahn-Station Überseequartier zu den Magellan-Terrassen, von dort am Wasser westwärts bis zur Elbphilharmonie, hinauf auf die Plaza, wieder hinunter und über die Speicherstadt zurück. Zwei Stunden mit Pausen, ohne einen Meter Bahnfahrt.

Eine ausführlichere Route mit Abzweigungen steht im Beitrag HafenCity-Spaziergang.

Wo das Viertel an Grenzen kommt

Die HafenCity ist neu, und das merkt man. Es gibt weniger kleine Läden und Kneipen als in Ottensen oder der Schanze, und abends ist es ruhiger, als eine Innenstadtlage vermuten lässt. Wer Betrieb sucht, fährt zwei Stationen weiter.

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Auch der Wind gehört dazu. Zwischen den Baublöcken zieht es kräftig, und am Wasser ist es regelmässig mehrere Grad kühler als in der Innenstadt. Eine zusätzliche Jacke ist hier keine Vorsicht, sondern Erfahrung.

Die Pause im Viertel

Ein Rundgang durch die HafenCity bedeutet Treppen, Kopfsteinpflaster und Wind. Nach zwei Stunden merken das die meisten an den Beinen, und das ist die Stelle, an der Städtetage kippen.

In der HafenCity liegt dafür die NAIPO Relax Lounge: zwanzig Minuten in einem Massagesessel, ohne Termin und ohne Umziehen. Was in dieser Zeit tatsächlich passiert, steht im Beitrag Mittagspause in der HafenCity, die Adresse unter Standorte.

Anfahrt und beste Zeit

Die U4 fährt direkt hinein, Haltestellen Überseequartier und Elbbrücken. Mit dem Auto ist es unattraktiv, weil Parkraum knapp und teuer ist und das Viertel ohnehin zu Fuss gedacht ist.

Die beste Zeit ist der frühe Abend im Sommer, wenn die Sonne von Westen über die Elbe kommt und die Terrassen im Licht liegen. Die vollste Zeit ist Samstagnachmittag, dann ist das Überseequartier mit dem Einkaufszentrum stark besucht und die Promenaden entsprechend.

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