Passende Produkte und Dienstleistungen zu Hamburg
Ein Wochenende in Hamburg funktioniert am besten, wenn man je Tag ein Gebiet nimmt statt drei Sehenswürdigkeiten quer über die Stadt. Zwischen Blankenese und der HafenCity liegt eine gute Dreiviertelstunde mit Bus und Bahn, und diese Wege sind es, die einen Tag auffressen.
Samstag: Hafen und Speicherstadt
Vormittags mit der Fähre 62 ab Landungsbrücken nach Finkenwerder und zurück. Sie gehört zum Nahverkehr, kostet den normalen Fahrpreis und ist am frühen Vormittag fast leer.
Danach zu Fuss in die Speicherstadt, die seit 2015 zusammen mit dem Kontorhausviertel zum Welterbe gehört. Wer Modelleisenbahnen mag, plant hier das Miniatur Wunderland ein und bucht vorher. Nachmittags Elbphilharmonie-Plaza, Zutritt kostenlos, Zeitfenster-Ticket empfohlen.
Samstagabend
Die Reeperbahn ist tagsüber unspektakulär und abends das, wofür sie bekannt ist. Wer es ruhiger mag, geht ins Schanzenviertel oder nach Ottensen, beides mit dichter Gastronomie und ohne den Betrieb von St. Pauli.
Zwischen Nachmittagsprogramm und Abend liegt die Stelle, an der die meisten Wochenenden kippen: Die Füsse sind durch, und statt einer Pause wird durchgezogen. Zwanzig Minuten in der NAIPO Relax Lounge in der HafenCity kosten wenig Zeit und retten den Abend, ohne Termin und ohne Umziehen.
Sonntag: Elbe und Grün
Sonntagvormittag ist die leerste Zeit des Wochenendes. Wer den Fischmarkt sehen will, muss vor sieben da sein, sonst lohnt er nicht.
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Danach der Elbstrand: ab Övelgönne mit den Lotsenhäusern westwärts, bis Teufelsbrück oder weiter bis Blankenese. Der Weg führt fast durchgehend am Wasser entlang, der Rückweg lässt sich per Fähre abkürzen. Wer es ruhiger will, nimmt stattdessen den Jenischpark und den Botanischen Garten in Klein Flottbek.
Wenn es regnet
Der Regenplan ersetzt nicht den Tag, sondern nur das Gebiet. Statt Elbe: Kunsthalle und Museum für Kunst und Gewerbe liegen beide am Hauptbahnhof, zwischen ihnen sind es Minuten. Statt Hafen: Speicherstadt und HafenCity haben mit Miniatur Wunderland, Maritimem Museum und Prototyp Museum drei Innenräume in Gehweite.
Weitere Möglichkeiten stehen im Beitrag Indoor-Aktivitäten in Hamburg.
Drei Dinge, die man vorher regelt
- Tickets für das Miniatur Wunderland und ein Zeitfenster für die Plaza. Beides ist am Wochenende sonst ausgebucht.
- Ein Nahverkehrsticket für den ganzen Tag. Es gilt auch auf den HADAG-Fähren, und genau das macht die Hafenfahrt günstig.
- Eine Alternative in Gehweite. Das Wetter kippt hier schneller als anderswo, und ein Ersatzplan im selben Stadtteil ist mehr wert als ein besserer in einem anderen.
Ruhigere Ziele für beide Tage stehen im Beitrag Geheimtipps für das Wochenende, Adressen unter Standorte.
Anreise und Bewegung in der Stadt
Wer mit dem Zug kommt, steht am Hauptbahnhof und damit zentral. Mit dem Auto lohnt sich ein Park-and-Ride-Platz am Stadtrand mehr als die Suche in der Innenstadt, weil die Parkgebühren dort schnell teurer sind als das Nahverkehrsticket für zwei Tage.
In der Stadt selbst sind U-Bahn, S-Bahn, Bus und die HADAG-Fähren in einem Tarif zusammengefasst. Genau das macht die Hafenfahrt so günstig: Sie ist kein Ausflug, sondern eine Fahrt mit dem Nahverkehr.
Was das Wochenende teuer macht und was nicht
Kostenfrei sind alle Parks, der Elbstrand, der Alte Elbtunnel, die Plaza und der Botanische Garten. Geld kosten Museen, Musicals, Miniatur Wunderland und die Wellness-Angebote.
Ein vollständiges Wochenende lässt sich für den Preis von zwei Tagestickets im Nahverkehr gestalten, wenn man beim Wasser und beim Grün bleibt. Das ist bei einer Stadt dieser Grösse ungewöhnlich und der beste Grund, im Zweifel nach draussen zu planen.
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