Passende Produkte und Dienstleistungen zu Hamburg
Wer in Hamburg ohne Kinderprogramm unterwegs ist, hat Zugriff auf drei Bereiche, die sonst schwer zu kombinieren sind: Kunst, Hafen und Wellness. Alle drei brauchen Zeit am Stück, und genau die hat man ohne Begleitung. Diese Übersicht sortiert nach Tageszeit.
Vormittags: Kunst und Ruhe
Die Kunsthalle und das Museum für Kunst und Gewerbe liegen beide am Hauptbahnhof und lassen sich verbinden. Vormittags sind beide leer, was bei Kunst mehr ausmacht als bei anderen Zielen.
Die Deichtorhallen zeigen Gegenwartskunst und Fotografie in zwei getrennten Häusern. Wer lieber draussen anfängt, nimmt den Botanischen Garten in Klein Flottbek oder den Jenischpark, beide ruhig und kostenfrei.
Mittags: Hafen
Die Fähre 62 ab Landungsbrücken gehört zum Nahverkehr und fährt an denselben Kaikanten vorbei wie die Hafenrundfahrt. Der Alte Elbtunnel von 1911 führt zu Fuss unter der Elbe hindurch, auf der Südseite steht man vor der besten Skyline-Ansicht der Stadt.
Speicherstadt und Kontorhausviertel gehören seit 2015 gemeinsam zum Welterbe. Das Chilehaus ist von aussen sehenswerter als von innen, und ein Rundgang durch das Viertel kostet nichts.
Nachmittags: Wellness
Hamburg hat vier Wellness-Formate mit sehr unterschiedlichem Aufwand: grosse Saunalandschaften, Bäder mit Wellnessbereich, Hotelspas und Kurzformate ohne Umziehen. Für einen Nachmittag ohne Vorplanung taugt nur das letzte.
Passende Produkte und Dienstleistungen zu Hamburg
In der HafenCity gibt es dafür die NAIPO Relax Lounge: zwanzig Minuten im Massagesessel, ohne Termin, ohne Badetasche. Der Vergleich aller vier Formate steht im Beitrag Wellness in Hamburg.
Abends
Die Elbphilharmonie-Plaza ist abends ruhiger als tagsüber, der Zutritt kostenlos. Zum Essen sind Ottensen, Schanze und Karoviertel die dichtesten Gegenden, St. Pauli ist die lauteste.
Die Reeperbahn lohnt abends oder gar nicht. Tagsüber ist sie eine unspektakuläre Strasse, und wer sie als Sehenswürdigkeit einplant, ist enttäuscht.
Was ohne Kinder besonders gut geht
- Lange Wege am Wasser. Der Elbstrand von Övelgönne bis Blankenese sind gut zwei Stunden, mit Fähre als Rückweg.
- Ein Museum ganz sehen statt nach einer Stunde abzubrechen.
- Spontan umplanen. Ohne festen Rhythmus lässt sich das Wetter mitnehmen, statt gegen es zu planen.
Ein Tag, der verlässlich trägt
Vormittags Kunsthalle, mittags mit der Fähre über den Hafen, nachmittags Speicherstadt und eine Pause in der HafenCity, abends Ottensen. Alles in erreichbarer Nähe, ein einziges Nahverkehrsticket, und bei Regen tauscht man den Nachmittag gegen ein zweites Museum.
Zu zweit funktioniert der Ablauf genauso, mit einem anderen Schwerpunkt. Die Vorschläge dafür stehen im Beitrag Aktivitäten für Paare, die Adresse der Lounge unter Standorte.
Was ohne Kinder trotzdem schwierig bleibt
Die Wege. Zwischen Blankenese und der HafenCity liegt eine gute Dreiviertelstunde, zwischen Hagenbeck und der Speicherstadt ähnlich viel. Wer drei Ziele in verschiedenen Himmelsrichtungen plant, verbringt zwei Stunden in Bahnen.
Und die Wochenendspitzen. Samstag zwischen elf und sechzehn Uhr ist die Innenstadt unangenehm und jede bekannte Wasserlage voll. Ein Vormittagsstart löst mehr Probleme als jede Routenplanung.
Was Geld kostet und was nicht
Kostenfrei sind Parks, Botanischer Garten, Elbstrand, Alter Elbtunnel und die Plaza. Die Hafenfähre läuft über das Nahverkehrsticket. Geld kosten Museen, Musicals und Wellness.
Ein vollständiger Tag lässt sich für den Preis eines Tagestickets gestalten, wenn man beim Wasser und beim Grün bleibt. Bei einer Stadt dieser Grösse ist das ungewöhnlich.
Passende Produkte und Dienstleistungen zu Hamburg



