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Artikel: Massagearten im Überblick: welche es gibt und wofür sie taugen

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Massagearten im Überblick: welche es gibt und wofür sie taugen

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Massagearten unterscheiden sich in drei Dingen: womit gearbeitet wird, ob du bekleidet bist und was das Ziel ist. Alles andere sind Varianten. Hier stehen die verbreiteten Arten mit Technik, Kleidung, Dauer und dem, wofür sie gedacht sind. Wer eine schnelle Antwort sucht: Die klassische Massage ist die richtige Wahl, wenn ein bestimmter Muskel verspannt ist. Thai und Shiatsu arbeiten am ganzen System, nicht an einer Stelle.

Die zehn verbreiteten Arten

Klassische Massage

Auch schwedische Massage genannt und in Deutschland die häufigste Form. Gearbeitet wird mit Öl auf der Haut, in fünf Grundgriffen: Streichen, Kneten, Reiben, Klopfen und Vibration. Ziel ist die einzelne verspannte Muskelgruppe. Du liegst auf einer Liege und bist im behandelten Bereich unbekleidet. Übliche Dauer 30 bis 60 Minuten. Die richtige Wahl, wenn du sagen kannst, wo es drückt.

Thai-Massage

Bekleidet, ohne Öl, auf einer Matte am Boden. Statt zu kneten wird punktuell Druck gehalten, dazu kommen geführte Dehnungen. Kräftiger als eine Wellnessmassage und für viele der ungewohnteste Ablauf, weil man passiv bewegt wird. 60 bis 120 Minuten. Ausführlich: traditionelle Thaimassage.

Shiatsu

Japanische Form, ebenfalls bekleidet und ohne Öl. Gearbeitet wird mit Daumen, Handflächen und Ellenbogen, mit ruhig gehaltenem Druck entlang von Energielinien. Ruhiger und weniger dehnend als die Thai-Massage. Der Begriff taucht auch bei Geräten auf: Shiatsu-Massagekissen ahmen die kreisenden Bewegungen mit rotierenden Massageköpfen nach.

Hot Stone

Erwärmte Basaltsteine werden auf den Körper gelegt und zusätzlich als verlängerte Hand geführt. Die Wärme steht im Vordergrund, der Druck ist eher sanft. Typisch 60 bis 90 Minuten. Nicht geeignet bei Kreislaufproblemen, Entzündungen oder Nervenschäden mit gestörtem Temperaturempfinden.

Fussreflexzonenmassage

Der Fuss wird in Zonen eingeteilt, die anderen Körperbereichen zugeordnet werden. Gearbeitet wird mit Daumendruck, meist 20 bis 40 Minuten. Das Zonenmodell ist ein Erklärungsmodell und keine anatomische Beschreibung. Als Fussmassage empfinden viele sie trotzdem als sehr angenehm.

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Sportmassage

Kräftiger und zielgerichteter als die klassische Massage, ausgerichtet auf die beanspruchten Muskelgruppen einer Sportart. Vor dem Wettkampf kurz und anregend, danach länger und lockernder.

Aromaölmassage

Technisch eine klassische Massage mit ätherischen Ölen. Der Ablauf ist ruhiger, die Griffe sind flächiger. Weil Öl im Spiel ist, gilt dasselbe wie bei der klassischen Massage: Im behandelten Bereich wird entkleidet, Handtücher decken den Rest ab.

Lymphdrainage

Sehr sanfte, rhythmische Griffe, die den Lymphfluss unterstützen sollen. Anders als die übrigen Arten oft ärztlich verordnet, etwa nach Operationen. Kein Wellnessprogramm und keine kräftige Massage.

Lomi Lomi

Hawaiianische Form, grossflächig mit Unterarmen und viel Öl, in fliessenden langen Bewegungen über mehrere Körperbereiche hinweg. Wird oft als besonders umhüllend beschrieben.

Massage im Massagesessel

Die einzige Form ohne zweite Person. Rollen fahren an einer Schiene entlang des Rückens, Luftkammern drücken Arme, Beine und Schultern. Vorteil ist die Verfügbarkeit: zehn Minuten am Abend, ohne Termin. Was ein Sessel nicht kann, sind Dehnungen und das Eingehen auf eine einzelne Stelle. Alle Modelle im Überblick.

Welche Art wofür

  • Eine bestimmte Stelle ist verspannt. Klassische Massage oder Sportmassage.
  • Der ganze Körper fühlt sich steif an. Thai-Massage, wegen der Dehnungen.
  • Du willst zur Ruhe kommen. Hot Stone, Aromaöl oder Lomi Lomi.
  • Du magst keine Berührung auf blosser Haut. Thai oder Shiatsu, beide bekleidet.
  • Du brauchst es regelmässig und kurzfristig. Massagesessel oder Massagegerät zuhause.
  • Es gibt eine ärztliche Indikation. Lymphdrainage oder Krankengymnastik, nicht Wellness.

Was fast überall gilt

Trink danach etwas, plan nach einer längeren Behandlung keinen Termin direkt im Anschluss, und sag vorher Bescheid, wenn du Vorerkrankungen hast oder Medikamente nimmst. Bei Schwangerschaft, Thrombose, akuten Entzündungen, Fieber und frischen Verletzungen gehört jede Massage vorher ärztlich abgeklärt.

Kurz zusammengefasst

  • Bekleidet und ohne Öl arbeiten Thai-Massage und Shiatsu, alle übrigen Formen mit Öl auf der Haut.
  • Für eine einzelne verspannte Stelle ist die klassische Massage die naheliegendste Wahl.
  • Dehnungen gibt es nur bei der Thai-Massage, kein Gerät ersetzt sie.
  • Lymphdrainage ist eine medizinische Anwendung, keine Wellnessmassage.
  • Ein Massagesessel ersetzt keine Art, er ergänzt sie um Verfügbarkeit.
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