Passende Produkte und Dienstleistungen zu Handmassagegerät
Bei Arthrose in den Fingergelenken kann Massage die umgebende Muskulatur und das Bindegewebe lockern, sie verändert aber den Zustand des Gelenkknorpels nicht. Ob ein Gerät im Einzelfall passt, hängt davon ab, ob das Gelenk gerade entzündet ist. Diese Unterscheidung ist wichtiger als jede Geräteeigenschaft.
Was Arthrose in der Hand bedeutet
Arthrose ist der Verschleiss des Gelenkknorpels. In den Händen trifft es am häufigsten das Daumensattelgelenk und die Fingerendgelenke. Typisch sind Anlaufschmerz nach Ruhe, Steifigkeit am Morgen und mit der Zeit knotige Verdickungen an den Gelenken.
Rund um ein schmerzendes Gelenk spannt die Muskulatur an, um es zu schonen. Diese Schutzspannung ist es, die auf Massage anspricht. Das Gelenk selbst liegt darunter und wird von aussen nicht erreicht.
Der Unterschied zwischen ruhig und entzündet
Ein arthrotisches Gelenk kann phasenweise entzünden. Dann ist es warm, geschwollen, gerötet und schmerzt auch in Ruhe. Das nennt sich aktivierte Arthrose.
- Ruhige Phase. Gelenk kühl, Schmerz vor allem bei Belastung. Hier ist sanfte Massage mit Wärme in der Regel gut verträglich.
- Aktivierte Phase. Gelenk warm und geschwollen. Hier bleibt das Gerät aus, und Wärme erst recht. In dieser Phase wird eher gekühlt und ärztlich behandelt.
Wer den Unterschied nicht sicher beurteilen kann, klärt das vor der ersten Anwendung ärztlich ab. Das ist keine Formsache: Wärme auf ein entzündetes Gelenk verschlimmert die Beschwerden.
Was Studien nahelegen
Zur Massage bei Handarthrose ist die Studienlage dünn und die Aussagen sind vorsichtig. Untersuchungen deuten darauf hin, dass Wärmeanwendungen und sanfte Bewegung Steifigkeit und Schmerzempfinden günstig beeinflussen können. Ein Aufhalten des Knorpelverschleisses ist damit nicht belegt und wird auch von niemandem ernsthaft behauptet.
Passende Produkte und Dienstleistungen zu Handmassagegerät
Was gut belegt ist, ist der Nutzen von Bewegung. Handübungen aus der Ergotherapie stehen in fast jeder Leitlinie zur Handarthrose. Ein Massagegerät kann diese Übungen angenehmer machen, indem es die Hand vorher lockert, aber es ersetzt sie nicht.
Worauf bei der Anwendung zu achten ist
Gearbeitet wird mit dem geringsten Druck, der sich noch spürbar anfühlt, und mit kurzer Dauer. Fünf bis zehn Minuten reichen. Ein Gerät mit Luftdruck ist knetenden Rollen meist vorzuziehen, weil es flächig arbeitet und nicht punktuell auf ein Gelenk drückt.
Die verdickten Knoten an den Fingergelenken werden nicht gezielt bearbeitet. Sie sind knöcherne Anbauten, kein verhärteter Muskel, und Druck darauf tut weh, ohne etwas zu bewirken.
Passende Bauarten stehen unter Massagegeräte, die Auswahl nach Beschwerde grenzt der Gerätefinder ein.
Wann das Gerät ganz ausbleibt
Bei einem entzündeten, überwärmten Gelenk, bei einer frischen Verletzung, bei offener oder gereizter Haut und nach einer Operation an der Hand, solange die behandelnde Praxis nicht zugestimmt hat. Ebenso bei Taubheit oder Kribbeln in den Fingern, weil das auf eine Nervenbeteiligung hindeutet und abgeklärt gehört.
Grundsätzlich gilt: Nimmt der Schmerz während der Anwendung zu oder ist er am Folgetag stärker als vorher, wird abgebrochen. Die Regel ist dieselbe wie bei anderen Geräten und im Beitrag Sind Massagegeräte gefährlich ausführlicher begründet.
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