Passende Produkte und Dienstleistungen zu Handmassagegerät
Ein Igelball kostet wenig, passt in jede Schublade und ist für die Hand erstaunlich wirksam. Er arbeitet mit vielen kleinen Druckpunkten gleichzeitig statt mit einer Fläche, und weil er gerollt wird, verteilt sich der Reiz von selbst. Für den Einstieg ist er das sinnvollste Hilfsmittel überhaupt.
Was der Ball tatsächlich macht
Die Noppen drücken punktuell in Haut und oberflächliche Muskulatur. Das steigert die Durchblutung und erzeugt einen deutlichen Tastreiz, der ohne viel Kraft auskommt: Das Körpergewicht oder ein leichter Handdruck reicht.
Anders als beim Kneten mit den Fingern muss die massierende Hand kaum arbeiten. Genau deshalb ist der Ball für Menschen geeignet, deren Griffkraft nachgelassen hat.
Grösse und Härte
- Sechs bis acht Zentimeter ist die brauchbare Grösse für die Hand. Kleiner rutscht weg, grösser lässt sich nicht mehr zwischen Handfläche und Tisch rollen.
- Weich zum Einstieg. Ein harter Ball mit spitzen Noppen ist auf empfindlicher Haut schnell zu viel. Weiche Gummibälle sind angenehmer und wirken trotzdem.
- Glatte Bälle für alle, denen die Noppen unangenehm sind. Sie arbeiten flächiger und eignen sich besser bei dünner Haut.
Vier Übungen für zwischendurch
- Rollen auf dem Tisch. Handfläche auf den Ball, Ball unter der Hand vor und zurück rollen. Eine Minute je Hand.
- Daumenballen kreisen. Ball unter den Wulst am Daumen legen und kleine Kreise fahren. Die häufigste feste Stelle der Hand.
- Zwischen den Händen. Ball zwischen beide Handflächen nehmen und kreisen. Massiert beide Hände gleichzeitig, ohne dass eine arbeiten muss.
- Zusammendrücken und loslassen. Weicher Ball, zehnmal drücken. Das ist keine Massage mehr, sondern Kräftigung, und gehört als Abschluss dazu.
Welche Zonen dabei gemeint sind, steht im Beitrag Handmassage: die wichtigsten Punkte.
Wo der Ball an seine Grenze kommt
Er erreicht die Handfläche gut, den Handrücken schlecht und die einzelnen Finger gar nicht. Er braucht ausserdem eine Hand, die ihn führt, und einen Tisch als Gegenlager.
Wer beide Hände gleichzeitig betroffen hat oder wem die Kraft zum Führen fehlt, kommt mit einer Manschette weiter, in die die Hand hineingelegt wird. Der Unterschied ist im Beitrag Handmassagegerät: was es kann beschrieben, die Bauarten stehen unter Massagegeräte.
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Wann der Ball ausbleibt
Bei entzündeten, warmen Gelenken, bei offener oder eingerissener Haut und bei frischen Blutergüssen. Bei dünner Altershaut wird der Noppenball durch einen glatten ersetzt, weil punktueller Druck dort Hautverletzungen begünstigt.
Und wie bei jeder Massage gilt: Kribbeln bis in die Finger ist kein Zeichen von Wirkung, sondern ein gereizter Nerv. Dann wird die Stelle ausgelassen und die Ursache ärztlich geklärt.
Der Ball als Kräftigung statt Massage
Ein weicher Ball leistet noch etwas anderes: Zusammendrücken und wieder loslassen trainiert die Griffkraft. Das ist keine Massage mehr, sondern Übung, und gerade deshalb wertvoll. Massage lockert, Übung baut auf, und beides zusammen wirkt deutlich stärker als eines allein.
Sinnvoll sind zehn bis fünfzehn Wiederholungen je Hand, ohne bis zur Erschöpfung zu gehen. Bei Gelenkbeschwerden gehört diese Übung vorher besprochen, weil Druck auf ein gereiztes Daumensattelgelenk das Gegenteil bewirkt.
Warum der Ball auch in der Betreuung funktioniert
In der aktivierenden Betreuung älterer Menschen ist der Igelball ein Klassiker, und der Grund ist nicht der Preis. Er lässt sich in die Hand geben, ohne dass jemand etwas erklären muss, er lädt zum Selbstbewegen ein, und die Noppen erzeugen einen deutlichen Tastreiz auch dort, wo das Empfinden nachgelassen hat.
Bei dünner Haut wird er durch einen glatten Ball ersetzt. Worauf sonst zu achten ist, steht im Beitrag Handmassage für Senioren.
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