Passende Produkte und Dienstleistungen zu Hamburg
Der Wert eines Geheimtipps in Hamburg liegt selten am Ort selbst, sondern an der Uhrzeit. Die meisten schönen Stellen der Stadt sind bekannt, aber nur zu bestimmten Zeiten voll. Diese Liste nennt beides: den Ort und das Zeitfenster, in dem er sich lohnt.
Am Wasser, ohne die Menge
- Fähre 62 statt Hafenrundfahrt. Gehört zum Nahverkehr, kostet den normalen Fahrpreis, fährt an denselben Kaikanten vorbei. Am frühen Vormittag hat man sie fast für sich.
- Elbstrand bei Teufelsbrück. Weiter westlich als Övelgönne und deutlich ruhiger, mit Fähranleger für den Rückweg über das Wasser.
- Alsterwanderweg nach Norden. Ab Winterhude läuft der Weg entlang der Alster weiter aus der Stadt heraus, durch Grün, mit deutlich weniger Betrieb als die Aussenalsterrunde.
Grün, das kaum jemand ansteuert
Der Jenischpark in Othmarschen ist ein englischer Landschaftspark mit altem Baumbestand und Elbblick, und selbst an vollen Sonntagen findet man dort eine leere Wiese. Der Botanische Garten in Klein Flottbek ist noch ruhiger und kostenfrei zugänglich.
Der Öjendorfer Park im Osten ist grösser als der Stadtpark und wird von Touristen praktisch nie angesteuert. Wer Ruhe als Ziel hat statt Sehenswürdigkeiten, fährt dorthin.
Viertel abseits der Innenstadt
Ottensen und das Karoviertel sind für Cafés und kleine Läden interessanter als die Innenstadt und funktionieren auch samstags, wenn die Mönckebergstrasse unangenehm wird. Das Treppenviertel in Blankenese ist bekannt, aber weil man dort Stufen steigen muss, dünnt sich die Menge nach den ersten hundert Metern von selbst aus.
Die beste Uhrzeit
Samstag zwischen elf und sechzehn Uhr ist in der Innenstadt und an den bekannten Wasserlagen die volle Zeit. Sonntagvormittag vor zehn ist die leerste, danach füllt es sich schnell.
Wer nur ein Zeitfenster verschieben kann, verschiebt es auf früh. Das gilt für den Elbstrand, für die Speicherstadt und für jede Aussichtsplattform.
Passende Produkte und Dienstleistungen zu Hamburg
Der Tipp für den Nachmittag, an dem nichts mehr geht
Ein Wochenende in Hamburg endet häufig damit, dass die Füsse vor dem Programm aufgeben. Statt den Tag abzubrechen, lässt sich eine Pause einbauen, die keine Kaffeepause ist: In der HafenCity gibt es die NAIPO Relax Lounge, zwanzig Minuten im Massagesessel, ohne Termin und ohne Umziehen.
Das ist kein Ausflugsziel, sondern ein Zwischenschritt, und genau als solcher nützlich. Danach hält der Abend wieder. Was in dieser Zeit tatsächlich passiert, steht im Beitrag Mittagspause in der HafenCity.
Was man sich sparen kann
Der Fischmarkt am Sonntagmorgen ist berühmt und wird von vielen als enttäuschend beschrieben, weil er voll ist und laut. Wer ihn sehen will, kommt vor sieben. Und die Reeperbahn ist tagsüber schlicht eine unspektakuläre Strasse, sie lohnt sich nur abends oder gar nicht.
Weitere Vorschläge für das Wochenende stehen im Beitrag Hamburg am Wochenende.
Warum Hamburg so verlässlich leer wird
Die Stadt hat vier Stellen, an denen sich am Wochenende fast alle aufhalten: Landungsbrücken, Speicherstadt, Innenstadt und Reeperbahn. Alles ausserhalb dieser vier ist selbst am Sonntagnachmittag angenehm.
Das liegt an der Grösse. Hamburg ist flächenmässig gross und die Besucherströme konzentrieren sich auf einen kleinen Teil davon. Wer zwei Bahnstationen weiterfährt, hat den Unterschied sofort.
Drei Wege, die kaum jemand geht
- Von Teufelsbrück nach Blankenese am Wasser. Die westliche Hälfte des Elbwegs, deutlich leerer als der Abschnitt bei Övelgönne.
- Der Alsterwanderweg nach Norden. Ab Winterhude führt er aus der Stadt heraus, durch Grün, mit Ausstiegen an fast jeder Brücke.
- Rund um den Öjendorfer See im Osten. Grösser als der Stadtpark und von Besuchern praktisch nie angesteuert.
Alle drei kosten nichts, brauchen keine Buchung und funktionieren auch dann, wenn der eigentliche Plan gescheitert ist.
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