Artikel: Wie laut ist ein Massagesessel wirklich?
Passende Produkte und Dienstleistungen zu Massagesessel
Ein Massagesessel arbeitet je nach Programm etwa auf dem Niveau eines Kühlschranks bis eines leisen Gesprächs. Man kann daneben fernsehen, aber nicht daneben telefonieren, ohne dass es auffällt. Die Lautstärke kommt aus drei Quellen: dem Luftkompressor, den Rollenmotoren und der Schiene. Hier steht, was welches Bauteil verursacht, welche Geräusche normal sind und welche auf einen Defekt hindeuten.
Woher das Geräusch kommt
- Der Luftkompressor. Die lauteste Quelle. Er füllt die Luftkissen an Armen, Schultern, Hüfte und Waden. Man hört ein gleichmässiges Pumpen, dazu das Zischen beim Ablassen. Programme mit viel Luftmassage sind deshalb hörbarer als reine Rückenprogramme.
- Die Rollenmotoren. Ein tiefes Summen, das mit der Intensität steigt. Bei Klopfprogrammen kommt ein rhythmisches Tackern dazu, das durch die Lehne übertragen wird.
- Die Schiene. Ein leises Laufgeräusch, wenn die Rolleneinheit den Rücken hoch und runter fährt. Bei S- und L-Schienen hört man an den Übergängen manchmal ein kurzes Rucken.
- Der Aufrichtmotor. Nur beim Verstellen der Lehne, dafür deutlich hörbar.
Dazu kommt der Untergrund. Ein Sessel auf Laminat oder Fliesen klingt lauter als derselbe Sessel auf Teppich, weil harte Böden das Körperschallgeräusch zurückwerfen.
Was normal ist und was nicht
Normal sind gleichmässiges Pumpen, Zischen beim Ablassen, Summen der Motoren und ein Klicken am Ende eines Programms, wenn die Rolleneinheit in die Ausgangsstellung zurückfährt.
Nicht normal sind: Schleifen oder Kratzen, das mit jeder Fahrt lauter wird; ein Quietschen, das trocken klingt; ein Knacken unter Last; und ein Kompressor, der dauerhaft läuft, obwohl kein Luftprogramm aktiv ist. Solche Geräusche gehören geprüft, siehe Massagesessel reparieren.
Was man gegen das Geräusch tun kann
- Untergrund entkoppeln. Eine Filzmatte oder ein flacher Teppich unter den Füssen des Sessels nimmt einen hörbaren Teil weg. Das ist der wirksamste einzelne Handgriff.
- Abstand zur Wand. Direkt an der Wand wird der Schall zurückgeworfen. Zehn bis fünfzehn Zentimeter reichen oft schon.
- Programm wählen. Wer abends Ruhe will, nimmt ein Rückenprogramm statt eines Ganzkörperprogramms mit viel Luft.
- Intensität senken. Die höchste Stufe ist auch die lauteste, und sie ist selten die beste.
Wo der Sessel am besten steht, steht ausführlich im Beitrag wo man einen Massagesessel aufstellen sollte.
Wenn andere im Haus schlafen
Die Praxisfrage lautet meist: Kann ich um zweiundzwanzig Uhr noch in den Sessel, ohne jemanden zu wecken? In einer Wohnung mit normaler Wand ist das im Nebenraum meist unproblematisch, direkt darunter in einem Altbau eher nicht, weil der Körperschall über die Decke geht. Wer das plant, sollte die Filzmatte von Anfang an einrechnen.
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Wer ganz ohne Geräusch auskommen will, findet bei den kleineren Massagegeräten Modelle ohne Kompressor. Sie sind deutlich leiser, decken dafür nur einzelne Zonen ab.
Vor dem Kauf einmal hinhören
Lautstärke steht in keinem Datenblatt verlässlich, und Zahlen in Dezibel sind ohne Messbedingung wenig wert. Der einzige belastbare Test ist Zuhören: ein Ganzkörperprogramm mit Luftmassage starten und dabei normal sprechen. Wer sich dabei lauter machen muss, weiss Bescheid. Probesitzen ist an über 40 Standorten kostenfrei, die Modelle stehen in der Übersicht.
Kurz zusammengefasst
- Ein Massagesessel liegt je nach Programm zwischen Kühlschrank und leisem Gespräch.
- Am lautesten ist der Luftkompressor, danach kommen Rollenmotoren und Schiene.
- Harte Böden verstärken, eine Filzmatte darunter nimmt hörbar etwas weg.
- Schleifen, trockenes Quietschen und Knacken unter Last sind keine normalen Geräusche.
- Verlässlich prüfen lässt sich das nur durch Zuhören beim Probesitzen.
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