Artikel: Ist ein Fusssprudelbad gefährlich?
Passende Produkte und Dienstleistungen zu Fussmassagegeraet
Für gesunde Erwachsene ist ein Fusssprudelbad unbedenklich, wenn drei Dinge stimmen: Temperatur unter etwa achtunddreissig Grad, Dauer unter zwanzig Minuten und ein sauberes Gerät. Riskant wird es bei Diabetes mit gestörtem Empfinden, bei offenen Wunden, bei akuter Thrombose und bei schlecht gereinigten Geräten. Hier stehen die Gründe und die Regeln.
Die drei echten Risiken
Verbrühung, die niemand merkt. Wer die Temperatur an den Füssen nicht mehr zuverlässig spürt, etwa bei Nervenschädigung durch Diabetes, kann sich Verbrennungen zuziehen, ohne es zu bemerken. Wunden am Fuss schliessen sich in dieser Lage nur langsam, und daraus wird schnell ein grösseres Problem. Das ist die häufigste ernste Komplikation. Mehr dazu: sind Fussmassagegeräte für Diabetiker geeignet.
Keime im stehenden Wasser. Warmes Wasser in Schläuchen und Düsen ist ein guter Nährboden. Wer sein Gerät nicht nach jeder Nutzung leert und trocknet, kann sich Fusspilz und Hautinfektionen einhandeln, besonders bei kleinen Verletzungen zwischen den Zehen.
Elektrik am Wasser. Ein Gerät mit beschädigtem Kabel gehört nicht in die Nähe eines Wasserbeckens. Klingt selbstverständlich, ist aber der Grund, warum diese Geräte eine Prüfung tragen und nach einem Sturz nicht weiterbenutzt werden sollten.
Für wen es nicht geeignet ist
- Gestörtes Temperaturempfinden an den Füssen, egal aus welchem Grund.
- Offene Stellen, Wunden, Ekzeme, Pilz. Warmes Wasser weicht die Haut auf und verteilt Keime.
- Akute Thrombose oder Verdacht darauf. Wärme erweitert die Gefässe, das ist hier unerwünscht.
- Akute Venenentzündung. Warm und gerötet heisst: nicht wärmen.
- Ausgeprägte Krampfadern. Nicht verboten, aber Wärme verstärkt das Schweregefühl oft. Siehe darf man bei Krampfadern massieren.
- Schwangerschaft. Heisse Bäder sind zu meiden, lauwarm ist nach Rücksprache meist unkritisch. Siehe Fussmassagegerät in der Schwangerschaft.
Die richtige Temperatur
Fünfunddreissig bis achtunddreissig Grad sind der übliche Bereich. Das fühlt sich angenehm warm an, nicht heiss. Wer die Temperatur nicht sicher einschätzen kann, misst sie mit einem Thermometer oder lässt eine zweite Person die Hand hineinhalten. Der Ellenbogen ist als Prüfstelle besser geeignet als die Hand, weil er empfindlicher ist.
Bei Wärme gilt dieselbe Vorsicht wie bei Sesseln mit Heizfunktion: Wärme entspannt, aber sie maskiert auch Schmerz, der eine Warnung wäre.
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Hygiene, die wirklich nötig ist
- Nach jeder Nutzung Wasser abgiessen, Becken auswischen, offen trocknen lassen.
- Düsen und Schläuche regelmässig durchspülen, bei Geräten mit Umwälzpumpe nach Anleitung entkalken.
- Keine Zusätze, die schäumen oder ölen, wenn der Hersteller es nicht ausdrücklich erlaubt. Öl setzt sich in Leitungen fest.
- Kein gemeinsames Gerät bei Fusspilz in der Familie, ohne es dazwischen zu desinfizieren.
Woran man abbrechen sollte
Schwindel, Herzklopfen, ein Kribbeln, das nicht nachlässt, oder Hautrötung, die nach dem Abtrocknen bleibt. Nach dem Bad die Füsse gründlich abtrocknen, besonders zwischen den Zehen, und die Haut ansehen. Wer täglich badet, sollte täglich schauen.
Zur Dauer gilt derselbe Rahmen wie bei elektrischen Geräten: wie lange man ein Fussmassagegerät benutzen darf. Trockene Alternativen ohne Wasser stehen bei den Massagegeräten, ausprobieren geht an über 40 Standorten.
Kurz zusammengefasst
- Für gesunde Erwachsene unbedenklich bei unter 38 Grad, unter 20 Minuten und sauberem Gerät.
- Das grösste Risiko ist eine Verbrühung bei gestörtem Empfinden, etwa bei Diabetes.
- Stehendes warmes Wasser ist ein Nährboden, deshalb nach jeder Nutzung leeren und trocknen.
- Nicht anwenden bei offenen Wunden, akuter Thrombose und akuter Venenentzündung.
- Nach dem Bad Füsse trocknen und die Haut ansehen, besonders zwischen den Zehen.
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